Heimat für streng geschützte Käfer im Frankfurter Stadtwald
Wenn aus Totholz neuer Lebensraum für streng geschützte Käfer wird: Für den späteren Bau von Ersatzwasserbrunnen im Frankfurter Stadtwald hat die Deutsche Bahn im Februar erneut Vegetationsarbeiten durchgeführt. Konkret mussten abgestorbene Bäume entfernt werden. Dies ist auch aus Sicherheitsgründen wichtig, um Fußgänger:innen und Radfahrer:innen vor herabstürzenden Ästen zu schützen.
Doch auch Totholz spendet weiterhin Leben: Mehrere Stämme von abgestorbenen Eichen bleiben an Ort und Stelle im Wald, um dem Heldbockkäfer Heimat zu bieten – einer der größten einheimischen Käferarten Mitteleuropas neben dem Hirschkäfer, der wegen seiner besonderen Lebensweise und seiner relativen Seltenheit in deutschen Eichenmischwäldern besonders streng geschützt ist. Dank großer Bemühungen siedelt er sich nach und nach wieder an.
Für die Fortpflanzung benötigt er bereits durch Trockenheit vorgeschädigtes Eichenholz abgängiger, noch lebender Eichen, das ihm als Nahrung und Brutstätte dient – so wie nun ein paar Baumstämme im Frankfurter Stadtwald mehr. Ein kleiner, aber wichtiger Beitrag für eine Schlüssel-Käferart einheimischer alter Eichenmischwälder, wie sie noch relativ häufig im Stadtwald Frankfurt vorhanden sind.